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Sporthallenbau
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Archäologische Entdeckungen auf dem Bauplatz der neuen Sporthalle Mit dem Abschluss der archäologischen Untersuchung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur neuen Sporthalle getan: Die entdeckten Bodendenkmäler belegen, dass das Grundstück schon vor mehr als 3000 Jahren während der Bronzezeit von Menschen genutzt wurde. Von diesen alten Siedlungsspuren zeugen, von einigen wenigen Pfostengruben einmal abgesehen, vor allem einfache Abfallgruben und Speichergruben. Die im Löß ausgehobenen 7 Abfallgruben dienten zur Entsorgung von Hausmüll, bei dem es sich meist um untauglich gewordene Gebrauchskeramik, aber auch Reste von Tierabfällen handelt. Vorräte wurden in 6 sog. Speichergruben gelagert. Das Charakteristische derartiger Gruben ist ihre vergleichsweise kleine Öffnung, die sich zur Sohle hin beutel- bis trichterförmig erweitert. Diese Gruben, die Tiefen von bis zu 2 m erreichen können, waren als Erdspeicher konzipiert und dienten der Bevorratung von Garten- und Feldfrüchten sowie Getreide. Da Abfall- und Vorratsgruben im häuslichen Umfeld angelegt wurden, sind die zugehörigen Wohn- und Wirtschaftsgebäude ganz in der Nähe zu vermuten. Zudem belegen die Speichergruben, dass nutzbares Ackerland vorhanden und die Landwirtschaft damals die wichtigste wirtschaftliche Grundlage war. So sind die zwischen Wertach und Lech vor den Toren Augsburgs gelegenen Hochterrassen mit ihren fruchtbaren Ackerböden schon seit alters her ein attraktiver Siedlungsraum, der bis heute nichts von seiner Anziehung auf die Menschen verloren hat. Die Überreste einer Brandbestattung aus der mittleren Bronzezeit beweisen, dass einer der "alten Inninger" seine letzte Ruhestätte auf dem Baugelände fand. In der ovalen Grabgrube (1,61 x 1,03 m) hatten sich geringe Reste des Leichenbrands erhalten. Zahllose über die Grube verstreute Scherben gehören zu mehreren schlichten Tongefäßen und einem kleineren rundbauchigen Gefäß mit Rillendekor, die dem Verstorbenen beigegeben wurden. Weitere Grabbeigaben waren u.a. zwei tönerne Webgewichte, ein Eberzahn sowie das Bruchstück eines Schleifsteins aus Granit.        M. Peter-Patzelt          Patzelt & Peter Büro für Archäologie        Bild 1 Befundplan der Ausgrabung         Bild 2 Brandgrab im Plenum         Bild 3 Bruchstücke eines Webgewichtes aus dem Brandgrab         Bild 4 Tonscherben aus dem Brandgrab         Bild 5 Rekonstruktionsvorschlag für eine Speichergrube
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